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RolePlay-Leitfaden

(Ursprüngliche Fassung verfasst von Akasha, Aleos & Kit)

Dieser kleine Leitfaden wurde erstellt, um das Rollenspiel auf unserem Server etwas ansprechender und auch konstruktiver zu machen. Wir wollen damit erreichen, dass eine gewisse Basis besteht, auf der eine relativ große Zahl von Leuten, die sich nicht persönlich kennen, miteinander Rollenspiel betreiben können ohne, dass es in Uneinigkeiten oder Streit ausartet. Jeder hat eine andere Vorstellung von Rollenspiel und aus diesem Grund ist es sinnvoll wenigstens eine minimale Richtlinie aufzustellen, um Zwist von vornherein zu vermeiden.

Grundregeln

Wer gegen diese eigentlich selbstverständlichen Regeln verstösst muss mit Konsequenzen rechnen. Diese Grundregeln sind unbedingt einzuhalten!

  1. Man schreibt nicht drauf los. Es wird immer geschrieben wie man auf den Platz kommt (z.B. /me kommt auf den Dorfplatz, schaut sich um und begrüßt anschließend Magd XYZ.) und dann auch wieder wie man geht (/me verabschiedet sich von allen und geht in das Wohnviertel.) und loggt sich nicht aus, während man noch auf dem Platz anwesend ist!
  2. Es werden alle grundsätzlich erstmal in der Höflichkeitsform angesprochen. (mit ihr und euch.. z.B. Wie geht es euch? → NICHT: Wie geht es dir? [Große Ausnahme: Du spielst ein Kind, einen Rüpel, oder willst verhauen werden. ;-) ]..) Und bedenke, dass zu der Zeit, wo das spielen soll, es sogar üblich war, dass Ehefrau und Ehemann sich nicht duzen, sondern in der Höflichkeitsform ansprechen. Es ist euch überlassen, wie ihr das unter Freunden und in einer Ehe macht, aber wundert euch nicht, wenn ihr zurechtgewiesen werdet, wenn ihr einen anderen Char, den euer Char kaum kennt, direkt duzt. Dazu auch mehr bei ’Konsequenzen’ Punkt 3.
  3. Man sollte immer, bevor man seinen Char irgendwo dazukommen lässt, erstmal ca eine Seite vorher nachlesen wie die Stimmung dort so ist und sich dieser anpassen. Es gibt nichts lächerlicheres, als dass mitten in ein Kampfszenario jemand total freundlich, unbeschwert und als ob nichts wäre, dazu kommt. (z.B. mit den Worten: /me kommt auf den Platz, begrüsst alle freundlich und knuddelt Magd XYZ.) Am besten während diese auf dem Boden liegt um den Feuerbällen auszuweichen. ;)
  4. Abkürzungen (z.B. DP, WV usw.) sind nicht erwünscht. Ebenso ist Chat-Slang (z.B. CU, huhu, Re usw.) nicht erlaubt.
  5. Am sinnvollsten ist es, dass man erst eine ganze Weile nur mitliest, wie andere RP machen, die schon viel Ahnung davon haben, und man erst dann loslegt. Dann dürfte einem auch so etwas, dass man erst auf den Dorfplatz kommen muss, bevor man etwas sagt, klar sein.

Tipps:

Emotes:
Befehl Eingabe Darstellung
/me /me kommt auf den Platz. [Dein Name] kommt auf den Platz.
/ms /ms Nase blutet. [Dein Name]s Nase blutet.
/x /x Eine Schwalbe fliegt über den Platz. Eine Schwalbe fliegt über den Platz.
Farbig schreiben:

Mit ` (Shift und die Taste links von der Löschen-Taste) und einem bestimmten Buchstaben (z.B. 4 für Rot, ^ für Gelb, 2 für Grün, 1 für Blau und & für Weiß) kann man seinen Text färben.

Die Gesinnung eures Charakters

  1. Überlegt euch, ob euer Charakter eher dem Guten oder dem Bösen zugewandt ist und versucht bitte die Gesinnung eures Charakters möglichst konsequent auszuspielen. Böse zu sein, bedeutet übrigens nicht zwangsläufig, dass der Charakter jedem anderen feindselig gegenübersteht, vielleicht ist er egoistisch, hinterlistig und machthungrig. Ebenso gibt es viele Stufen zwischen gut und böse, wichtig ist nur, dass der Charakter seiner Linie möglichst treu bleibt.
  2. Begründet jede Änderung oder Abweichung von der Gesinnung eures Charakters. Überlegt, warum euer egoistischer Dieb seine Haut riskieren sollte, um jemand anderem zu helfen, den er kaum kennt. Denkt bitte auch daran, dass manche Rassen bestimmte Gesinnungen einfach erzwingen, so wie Vampire meist böse sind oder Engel für gewöhnlich dem Guten dienen. Begründet bitte jede Abweichung von diesen „Standard-Gesinnungen“.

Die Stärke eines Spielers

  1. Auch wenn jeder das Recht hat, seinen Spieler so stark oder schwach zu spielen, wie er es für angemessen hält, ist es gut, sich wenigstens an ein paar Vorgaben zu halten, um gutes und vor allem konstruktives Rollenspiel zu ermöglichen.
  2. Die Stärke eines Charakters und somit auch seine Zauber- und Waffenfertigkeit sollte sich ungefähr an der Höhe seiner Drachenkills orientieren, weil diese hier in diesem Spiel seine Erfahrung und auch seine Macht wiedergeben.
  3. Spieler mit wenigen Drachenkills sollten keine Allroundtalente sein, die sowohl brillante Nahkämpfer, als auch mächtige Magier, als auch geübte Bogenschützen sind. Er sollte nur eine Disziplin beherrschen und auch diese nicht übertrieben gut. Auch mit geringen Mitteln kann ein Kampf Spaß machen, man muss nicht ständig mit Todeszaubern um sich werfen. Ein verzweifelt geführter Schwertkampf ist in vielen Fällen weitaus spannender.
  4. Gebt Euren Charakteren auch Schwächen, das macht ihn erst interessant zu spielen. Niemand ist unfehlbar und es ist wirklich keine Schande, wenn ein mächtiger Krieger Höhenangst oder dergleichen besitzt. Außerdem ist ein perfekter Charakter für eure Mitspieler eher langweilig und eintönig.
  5. Achtet bitte außerdem noch darauf, dass jede Rasse auch ihre eigenen Stärken und Schwächen hat, so ist es zum Beispiel für einen Vampir unmöglich, im Sonnenlicht herumzulaufen, genauso, wie es für einen Elfen unmöglich ist, sich nach einem Fass Bier noch auf den Beinen zu halten.
  6. Ebenso wie jede Rasse, hat auch jeder Kämpfer seine Schwächen. Ein Magier oder Bogenschütze wird sich im Nahkampf kaum gegen einen schwer bewaffneten Ritter durchsetzen können. Der Ritter wird sich jedoch schwer tun, wenn einer der beiden es schafft ihn auf Distanz zu halten.

Vampire, Dämonen, Engel, etc.

  1. Grundsätzlich spricht nichts dagegen, ein übernatürliches Wesen zu spielen, allerdings nur, wenn es auch wirklich gut gespielt wird. Wenn man nur einen Vampir aus „Coolness“ spielt und sich nicht an die Einschränkungen dieser Spezies hält bzw. seinem Char entsprechende Schwächen mitgibt, handelt man sich zu Recht Kritik von seinen Mitspielern ein.
  2. Besonders Vampir-Spieler sollten sich sorgfältig überlegen, warum sie ausgerechnet einen solchen spielen müssen und sich auch klar machen, dass damit Einschränkungen verbunden sein sollten, wie z.B. Nachtaktivität und Allergien gegen Silber oder heilige Symbole. Im Normalfall wird ein Vampir tagsüber (selbst bei bewölktem Himmel) seinen Sarg kaum verlassen und auf dem Dorfplatz herumlaufen. Nur äußerst mächtige Vampire können eine gewisse Resistenz gegen Tageslicht aufweisen.
  3. Wenn ihr eine Kreatur der Nacht (Vampir, Dämon, Mumie, was auch immer) spielen wollt, solltet ihr Euch klar machen, dass ihr im Dorf nicht einfach euren blutrünstigen Gelüsten nachgehen könnt ohne Konsequenzen zu befürchten. Ihr hättet schnell die ganze Dorfbevölkerung gegen euch. Auch wenn dies „nur“ NPCs (Nicht-Spieler-Charaktere) sind, würden ihr euch ziemlich schnell auf einem brennenden Scheiterhaufen wieder finden, wenn ihr nicht verdammt mächtig seid (Und das gilt wohl sicher für keinen Jäger oder Junker).
  4. Deswegen auch eine Aufforderung an alle Spieler: Wenn ihr nicht gerade einen „bösen“ Charakter spielt, wird sich Euer Charakter kaum mit einem Vampir anfreunden und sein Blutsaugen hin und wieder mit ein paar mahnenden Worten kommentieren. Wenn er ihn schon nicht sofort bei seinem Anblick angreift, so sollte er ihn wenigstens meiden, wenn er um seine wahre Natur weiß. Und eine „echte“ „Freundschaft“ zu einem Vampirwesen entsteht nicht schon nach 1-2 kurzen Dialogen auf dem Dorfplatz.

Konsequenz

  1. Versucht Euren Charakter so konsequent wie möglich zu spielen, auch wenn es euch in der Situation nicht in den Kram passt (vergleiche: Freundschaft zwischen Vampir und normalem Mensch). Wenn Euer Charakter z.B. keine Elfen mag, wird er keine Ausnahmen machen, wenn die nicht wirklich sehr gut begründet werden kann.
  2. Ein „innerlich zerrissener“ Charakter kann sehr interessant zu Spielen sein, sollte aber niemals eine Ausrede sein, dass der Charakter „mal so, mal so“ handelt. Wenn er zwischen gut und böse hin und her schwankt, darf das aber niemals als Vorwand gelten, ihn so zu spielen, wie es einem gerade genehm scheint.
  3. Wie im realen Leben sollte Euch klar sein, dass ihr mit den Konsequenzen Eurer Taten leben müsst und auch dementsprechend handeln. Hier gibt es kein „Save und Reload“. Wenn sich ein Bauernjunge mit einem Gott anlegt, sollte ihm klar sein, dass er den kürzeren ziehen wird und dementsprechend handeln. Ihr würdet im realen Leben doch auch nicht einem Türsteher ins Gesicht spucken, um mal zu sehen, was passiert.
  4. Ein Paladin, Templer oder ein anderer Verfechter des Guten, der einem Vampir oder einem anderen bösen Wesen beisteht, wird fortan sicherlich nicht mehr als Retter sondern als Unterdrücker und Feind des „Guten“ angesehen werden und vermutlich von seinen Mitstreitern und Glaubensbrüdern verstoßen werden.

Player vs. Player (PvP)

  1. Bedenkt bitte, dass man Rollenspiel nicht „gegeneinander“ sondern nur „miteinander“ betreiben kann. In einer Auseinandersetzung zwischen zwei Spielern, sollte es nie darum gehen, wer gewinnt oder verliert, sondern darum, dass beide Seiten Spaß an der Sache haben.
  2. Die Anzahl der Drachenkills geben einen guten Anhaltspunkt, wie „mächtig“ ein Charakter ist. Ein Bauernjunge sollte im Normalfall keine Chance gegen einen Gott haben. Außerdem wird ein Bauernjunge auch nur über deutlich schwächere Attacken als ein Gott verfügen, welcher auf mächtige Waffen und/oder Magie zurückgreifen kann.
  3. Aber: Auch wenn die Anzahl der Drachenkills (DKs) eine Richtlinie geben sollten, wie mächtig der Charakter ist, so gibt sie keinem Spieler das Recht, einen Sieg im RP „einzufordern“. Auch ein mächtiger Spieler sollte Schwächen haben, die es möglich machen ihn zu besiegen. Grundsätzlich gilt: Wer nicht auch mal verlieren kann, sollte kein RP betreiben.
  4. Bitte beschreibt eure Handlungen immer so, dass euer Gegner die Möglichkeit hat, darauf zu reagieren. „Power-Emotes“ wie „X rammt seinem Gegner sein Schwert in den Hals“ sind nicht erwünscht, da sie dem Gegner keine Möglichkeit geben zu reagieren und sollten nur dann eingesetzt werden, wenn eine der Kontrahenten in einer völlig überlegenen Situation ist.
  5. Wenn sich ein Charakter mit einem Vampir oder einem Lykanthropen (Werwolf,etc.) anlegt, kann es unter Umständen vorkommen, dass er im Laufe des Kampfes mit Vampirismus oder Lykanthropie infiziert wird. Allerdings ist es wichtig, dass sich die Spieler untereinander absprechen, da eine Ansteckung nicht ohne Einverständnis des anderen Spielers vollzogen werden kann.
  6. Sollte es dennoch zu Uneinigkeiten über die Spielweise des anderen kommen, regelt das auf jeden Fall privat, z.B. per YoM und nicht auf dem Dorfplatz, um wenigstens den anderen Spielern nicht auch noch den Spaß zu verderben. OOC (Out of character) Kommentare können von den Admins ohne Vorwarnung gelöscht werden.

Spieler vs. Charakter

  1. Denkt bitte immer daran, dass Euer Charakter nicht alles wissen kann, was ihr wisst. D.h. wenn ihr etwas auf dem Dorfplatz nachlest, was passiert ist, als euer Charakter nicht da war, heißt das nicht, dass euer Charakter das auch weiß. Auch wenn ihr als Spieler um eine Sache wisst, so versucht Euren Charakter dennoch so zu spielen, als ob er nicht weiß, was vorgefallen ist.
  2. Trennt so gut es geht zwischen eurem Charakter und euch als echten Menschen. Nehmt Beleidigungen im RP nicht persönlich und denkt daran, dass hinter einem arroganten oder unhöflichen Charakter nicht zwangsläufig ein arroganter oder unhöflicher Spieler sitzen muss.
  3. Wenn ihr euch YoMs schreibt, sollte es sich dabei meistens um Botschaften handeln, die von Spieler zu Spieler weitergegeben werden und nicht von Charakter zu Charakter, sofern es nicht speziell gekennzeichnet ist.
  4. Wenn zwei Spieler sich auf dem Dorfplatz unterhalten mit dem Hinweis darauf, dass sie leise sprechen und darauf achten nicht belauscht zu werden oder wenn sie erwähnen, dass sie auf elfisch sprechen, bedeutet das, dass kein anderer Charakter der Inhalt des Gesprächs kennen wird, auch wenn es jeder mitlesen kann.

Und zum Schluß das eigentlich wichtigste: Nehmt nicht alles zu ernst, habt Spaß am gemeinsamen Spielen und versucht immer so zu spielen, dass auch eure Mitspieler Spaß am Spiel haben ;-)

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